SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

schau an 28 04 2018

Briefe an Gott

Dieser Film beruht auf einen wahren Hintergrund, wenngleich die Geschichte nicht exakt durch den Film widergespiegelt wird. „Lieber Gott, kannst du vom Himmel aus die Sterne sehen?“, fragt Tyler (Tanner Maguire) in einem seiner geschriebenen Gebete. Der Achtjährige leidet an einem Hirntumor. Patrick Donghtie, der durch Tyler gespielt wird und von dem die Geschichte erzählt wird, wurde nur neun Jahre alt. Seine Briefe an Gott, die er mit der Post verschickt, zeigen, wie er mit seiner Krankheit, mit den Sorgen seiner verwitweten Mutter (Robyn Lively) und der Reaktion seiner Mitschüler umgeht. Als der Postbote Brady McDaniels (Jeffrey S.S. Johnson) die Briefe liest, inspirieren sie auch ihn dazu, sein von Scheidung und Alkoholabhängigkeit geprägtes Leben zu überdenken. Schließlich freundet er sich sogar mit Tyler an und es entwickelt sich eine Romanze zwischen ihm und seiner Mutter.

Genre: Drama/Familienfilm
Erscheinung: 9. April 2010 (USA)
Regie: David Nixon
Autor: Patrick Doughtie
Musik: Colin O’Malley
Drehbuch: Patrick Doughtie, Art D’Alessandro, Cullen Douglas, Sandra Thrift

Trailer:
Interpretation:

Dass ein Kind in der heutigen modernen Zeit an Krebs sterben muss ist eigentlich eine Verhöhnung des Schöpfers. Wenn die Medizin noch immer nicht dazu in der Lage ist, zu erkennen, wie dem Jungen wirklich zu helfen ist, verdient sie nicht das Prädikat „Rettung“. Dann bewirkt sie das Gegenteil davon, also die Vernichtung.

In den Augen vieler Menschen erscheint dieser Film wahrscheinlich als religiöser Kitsch. Das ist er nicht. Er spiegelt die Traumvorstellung vieler Menschen wieder, die sich nicht zu helfen wissen, wenn ein nahe stehender Angehöriger schwer erkrankt ist. Wie soll man damit umgehen? Was wäre wirklich die Rettung?

Man muss nach den Ursachen schauen. Alles, was existiert, existiert nicht ohne Ursache. Aber nur die Wirkung, also die Symptome sind offensichtlich.

Ein Hirntumor ist solange nicht bedrohlich, bis wir ihn dazu machen. Er ist eigentlich der Versuch des Organismus, einen schweren Vorfall zu reparieren. So kann man den Krebs als einen Versuch der Erneuerung verstehen, der aufgrund einer Ursache existiert, die sich wie ein Schock, wie ein Trauma oder wie eine Existenzbedrohung angefühlt haben kann. Was auch geschehen war, damit hatte der Junge nicht gerechnet. Der Junge wurde sozusagen auf dem falschen Fuß erwischt.

Im Film wurde erwähnt, dass sein Vater zuvor verstorben war. Dieser Vorfall kann durchaus der Auslöser oder die Ursache für den schweren Erlebnisschock bei Tyler gewesen sein. Wenn es dem Jungen in seinem Bewusstsein klar werden würde, dass es sich in seinem Kopf um einen Erneuerungsprozess handelt, der dann zu seinem Abschluss kommt, wenn er die Bedrohlichkeit aus der schockhaften Situation als irreal, als nicht existent, als versöhnt, als erledigt oder als losgelassen betrachten kann, hört die Wirkung auf zu existieren. Der Erneuerungsprozess kann zum Abschluss kommen. Der Krebs ist die Wirkung, die nur deshalb da sein kann, wenn es die dazu passende Ursache gegeben hatte.

Von allen bisher gesehenen christlichen Glaubensfilmen ist ‘Briefe an Gott‘ der intensivste und gleichzeitig der unangenehmste. Es ist sehr intensiv mit anzusehen, wie die Menschen sich abmühen, möglicherweise aus Angst jemanden zu verlieren. Sie klammern und krallen sich daran fest, dass es nur der richtige Glaube sein müsste. Wenn das nicht funktioniert hat, dann hat man eben nicht gut genug oder nicht oft genug, nicht intensiv genug gebetet. Aus diesem Schuld-Kult müssen wir herauskommen.

Während einer schweren Erkrankung Briefe an Gott zu schreiben, halte ich für eine sehr gute Idee. Man muss die Briefe nicht versenden, denn jeder Gedanke wird gesehen. Wenn er aus dem Herzen kommt, sendet der versöhnliche Gedanke eine heilsame Wirkung aus, die sich positiv auf den Genesungsverlauf auswirken kann. Man muss aber trotzdem an der Ursachenbewältigung arbeiten.

Der unangenehmste Film ist er deshalb, weil es in der heutigen Zeit nicht sein muss, dass die wirklichen Ursachen von Krebs nicht erkannt werden. Es ist einfach unangenehm zu beobachten, wie dumm sich Menschen anstellen. Aber nein, Dummheit ist es nicht. Ihr Verhalten ist ein Ausdruck ihres Bewusstseins, das nur das erkennen kann, was es selbst ist.

Ich weiß nicht, ob der Film bei der Trauerbewältigung hilfreich sein kann. Das kann nicht der Fall sein, wenn man es vermag hinter die Kulissen der Wirkung zu schauen.

Wenn die Ursache in den Familien Betroffener erkannt werden, wie sie wirklich sind, dann ist dieser Film, trotz Krebserkrankung und Tod ein für die ganze Familie lehrreicher Film.

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